header-unterseiten

Unsere Projekte:

gesundheitswirtschaft nordwest projekt logo bgm gesundheit im betrieb

gesundheitswirtschaft nordwest projekt logo pflege connection

gesundheitswirtschaft nordwest projekt logo aequipa

GWNW Life Sciences Final ZW RGB 300dpi

 

 

Presseinformation 31.03.2021

Innovationspreis für „Gemeinsamen Tresen“

Kooperation der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bremen und des Krankenhaus St. Joseph-Stift als Leuchtturmprojekt der ambulanten Versorgung prämiert


Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hat am 24. März 2021 vier herausragende Modelle ambulanter Versorgung mit dem Titel „Ausgezeichnete Gesundheit 2021“ prämiert. Der erste Preis in der Rubrik „Versorgung 24/7“ ging an das Projekt „Gemeinsamer Tresen“ der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bremen und des Krankenhaus St. Joseph-Stift, eine Einrichtung der St. Franziskus-Stiftung Münster. Pandemiebedingt fand die Preisverleihung und Auszeichnung für das Konzept einer ersten Anlaufstelle für Notfallpatienten digital statt. Die gut 400 zugeschalteten Gäste aus Politik, Ärzteschaft und Forschung konnten über die Vergabe der Auszeichnung aus insgesamt 13 Regionalprojekten aus ganz Deutschland entscheiden.

 

Ausgezeichnete Gesundheit

 

„Wir freuen uns sehr über diesen tollen Erfolg und danken dem gesamten Team der KV Bremen, den Kolleginnen und Kollegen im Bereitschaftsdienst sowie dem Team des St. Joseph-Stift ganz herzlich für die hervorragende Arbeit“, erklären die Vorstände der KV Bremen, Dr. Bernhard Rochell und Peter Kurt Josenhans. „Eine Zusammenarbeit, von der beide Seiten profitieren“, ergänzt Torsten Jarchow, Geschäftsführer des Krankenhaus St. Joseph Stift. „Wir freuen uns für alle Beteiligten, dass das Engagement durch diese Auszeichnung eine Würdigung erfährt.“

 

Pilotprojekt aus Bremen

 

Hinter dem Konzept des „gemeinsamen Tresens“ steckt eine erste Anlaufstelle für Notfallpatienten. Diese ist rund um die Uhr zu erreichen und eng in die Strukturen des Krankenhauses eingebunden. Hier wird bei Patienten, die ohne ärztliche Überweisung das Krankenhaus aufsuchen, durch Mitarbeitende der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen zunächst die Dringlichkeit der Behandlung ermittelt. Dies geschieht mithilfe eines erprobten Ersteinschätzungsverfahrens. Je nach Schwere der Erkrankung werden die Patienten dann direkt an die angemessene Versorgungsebene gelenkt. Dies kann der Ärztliche Bereitschaftsdienst der KV sein, die Zentrale Notaufnahme des Krankenhauses, Arztpraxen oder andere Einrichtungen. „Es ist ein gelungenes Beispiel für eine hervorragende sektorübergreifende Zusammenarbeit in der Notfallversorgung, von der die Patienten sehr profitieren. Die kooperative, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit allen an der Behandlung Beteiligten, ist auch für uns zentraler Maßstab unseres Handelns. Und der Erfolg des Modells zeigt erneut, dass wir mit diesem gemeinsamen Ansatz auf dem richtigen Weg sind.“ so Dr. Daisy Hünefeld, Vorstandsmitglied der St. Franziskus-Stiftung Münster.

 

Das Konzept des „gemeinsamen Tresens“ erfüllt bereits heute die Anforderungen der Politik für die Reform der Notfallversorgung, die eine Entlastung der Notfallambulanzen bewirken soll. Kassenärztliche Vereinigungen und Krankenhäuser sollen künftig sogenannte integrierte Notfallzentren (INZ) als zentralen Punkt in den Kliniken einrichten.

 

Mit der Etablierung eines „gemeinsamen Tresens“ haben die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bremen und das St. Joseph-Stift bereits im August 2019 eine Struktur wie die eines INZ in der Schwachhauser Klinik geschaffen. „Trägerweit haben unsere Krankenhäuser bereits frühzeitig in enger Kooperation mit niedergelassenen Ärzten und Kassenärztlichen Vereinigungen zukunftsfähige Modelle und Konzepte entwickelt, um den Herausforderungen einer fachgerechten und patientenorientierten Behandlung noch besser gerecht zu werden,“ betont Dr. Daisy Hünefeld.

 

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi)

 

Als Forschungsinstitut der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hat das Zi bereits zum dritten Mal zur Preisverleihung „Ausgezeichnete Gesundheit“ eingeladen. Mit dem Preis werden jährlich innovative Projekte aus vier zentralen Kompetenzfeldern der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) ausgezeichnet. Die nominierten Konzepte und Initiativen wurden zunächst in dreiminütigen Vorträgen präsentiert und anschließend die Gewinner in einer Liveabstimmung gekürt.