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Unsere Projekte:

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Pflege Connection in Zeiten von Covid 19

Unter dem Namen Pflege Connection ist Gesundheitswirtschaft Nordwest e.V. seit 2014 in der Region mit Projekten unterwegs, in denen junge Menschen gleich zu Beginn ihrer Berufsorientierungsphase über die Ausbildungsmöglichkeiten, den Berufsalltag und die Karrierechancen in der Pflege umfassend informiert werden.


Die Projektmanagerinnen Sofia Steinberg und Catrin Ortmann-Lekzick schildern, in welcher Weise die Covid-19-Pandemie das Projekt beeinflusst hat.


Eine kontinuierliche Optimierung der Personalakquise ist vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels nicht nur in der Pflege ein großes Thema geworden. Wie haben sich im Projektverlauf der letzten 6 Jahre die Ansätze in Pflege Connection verändert bzw. wie wurde das Spektrum erweitert?


Catrin Ortmann-Lekzick; „Zu Beginn der Pflege Connection-Aktivitäten in 2014 stand im Vordergrund, Informationen über Social Media Kanäle mit den Zielgruppen zu teilen. Damals noch ein Novum. Im Laufe der Zeit erkannten wir die Notwendigkeit oder auch Chance, dies um analoge Zugangswege zu ergänzen. Der Peer to Peer Ansatz erwies sich sehr schnell als der ideale Weg. Es gelang uns Pflegebotschafter*innen, Auszubildene und junge examinierte Pflegekräfte zu gewinnen. Gemeinsam wurden Veranstaltungen initiiert um Schüler*innen interessante Informationen zum Pflegeberuf näher zu bringen.


Unter anderem sind dabei Mitmachstationen entstanden, die wir nicht nur in Schulen, sondern auch auf Berufsmessen erfolgreich umsetzen konnten. Beispiele dafür sind u.a. Erfahrungen sammeln zu können, wie verantwortungsvoll die Aufgabe ist, jemandem das Essen anzureichen, wie spannend und aufschlussreich es ist, Vitalzeichen zu messen oder wie es sich anfühlt, in die Rolle eines alten Menschen zu schlüpfen. Dies kann unter anderem mit Hilfe eines Altersanzugs spürbar simuliert werden.


Sofia Steinberg: „Ganz besonders das Gehaltsquiz ist ein echtes Highlight und sorgt immer wieder für offene Münder bei den Schüler*innen. Es ist spannend und schade zugleich zu beobachten, wie sehr gesellschaftliche Vorurteile auch schon bei den jungen Menschen fest in den Köpfen verankert sind. Und wenn es darum geht Ausbildungs- und Einstiegsgehälter verschiedener Berufe in eine Reihenfolge zu bringen, wird Pflege oftmals ziemlich weit unten eingeordnet. Sätze wie: „Pflege ist auf jeden Fall an letzter Stelle” oder „da verdient man doch nichts, das weiß doch jede/r” sind nur einige Beispiele von Schüler*innen in den Workshops vor Ort. Umso schöner ist es dann in die Gesichter der jungen Menschen zu blicken, wenn sie merken, dass deren Vorstellungen überhaupt nicht der Wahrheit entsprechen.


Ein anderes Thema für uns ist die Niedrigschwelligkeit und Barrierefreiheit unseres Angebots. Um das Spektrum der Zielgruppe zu erweitern, wurden unsere Angebote auch für Wiedereinsteiger*innen und Geflüchtete umgesetzt. Gerade Interessierte aus anderen Kulturkreisen empfanden die praktischen Einblicke sehr hilfreich, denn die in Deutschland vorhandene Pflegelandschaft stellt sich sehr oft anders dar als in den Heimatländern und auch kulturelle Hürden, die es zu überwinden gilt, wurden dadurch verständlicher für alle Beteiligten.


Zusätzlich wurden auch Multiplikator*innen wie Pflegekräfte, Praxisanleiter*innen aus den Einrichtungen angesprochen. In MultiplikatorInnen-Workshops konnte ein wichtiger Schul-/Praxistransfer geleistet werden. Besonders in Hinblick auf Schulpraktika konnte die Wichtigkeit einer guten Betreuung in der Praxis verdeutlicht werden, um junge Menschen vom Pflegeberuf zu begeistern. Aber auch Lehrer*innen und Berufsberater*innen haben in speziell dafür konzipierten Fortbildungen viele neue Erkenntnisse über vielfältige Wege in die Pflege kennenlernen können.“

 

Schulprojekttage, Messebesuche, Fortbildungen und Workshops stehen im Fokus des GWNW-Projekts „Pflege Connection“. Wie geht das ohne Präsenzveranstaltungen?

 

Sofia Steinberg: „Nun, durch die Pandemie konnten so kontaktintensive Veranstaltungen nicht mehr stattfinden. Wir mussten umdenken und uns wieder unserem digitalen Startfokus zuwenden. Website und Social-Media-Kanäle blieben im Hinblick auf die junge Zielgruppe ohnehin immer wichtig. Aber seit März hat die Online-Präsenz noch mal an Bedeutung gewonnen.

In diesem Umdenkprozess haben wir auch neue digitale Veranstaltungsformate mit ins Portfolio aufgenommen. Virtuelle Messeauftritte sind deshalb in den Fokus gerückt, um trotzdem über einen selbstgestalteten virtuellen Messestand weiterhin informieren zu können und als neutrale/r Ansprechpartner*in für alle Interessierten zur Verfügung zu stehen.

Zudem haben wir die vergangenen Monate dazu genutzt, die Website der “Pflege Connection” einem Relaunch zu unterziehen. Zur erweiterten Zielgruppenansprache wurde die Website in einfache Sprache übersetzt und zusätzlich stehen nun alle relevanten Inhalte auch in englischer und arabischer Sprache zur Verfügung.

Eine neue Struktur ermöglicht es jetzt übersichtlicher und schneller die gewünschten Informationen, wie z.B. die Datenbank mit regionalen Einrichtungen der Pflege oder Stellenanzeigen zu finden. Was sich am Ende einfach und benutzer-freundlich präsentiert, hat im Vorfeld viel Zeit und Aufwand in Anspruch genommen. Doch die Investition hat sich gelohnt, ist ein echter Hingucker geworden.“

 

Der Pflegeberuf hat in den vergangenen Monaten eine sehr hohe Medienpräsenz erfahren. Was denken Sie? Welchen Einfluss wird Covid19, langfristig gesehen, auf das Image der Pflegeberufe haben? (vielleicht Querverweis auf „Generalisierung wird sich auszahlen?

 

Catrin Ortmann-Lekzick: „Durch die hohe Medienpräsenz ist Pflege plötzlich wieder in aller Munde und hat so viel Aufmerksamkeit erfahren, dass nun hoffentlich ein positives Umdenken stattfindet. Vielen ist der große Stellenwert der Pflege für unsere Gesellschaft nun erst bewusst geworden. Die Situation hat auch bei vielen Angst und Verunsicherung über die Sicherheit des Pflegepersonals ausgelöst und genau da gilt es jetzt, mit Blick auf Berufsinteressierte anzusetzen und Aufklärung zu betreiben. Negative Schlagzeilen gab es genug, jetzt müssen wir auch wieder für positive sorgen und die Menschen, die zweifeln und Bedenken haben, wieder mit ins Boot holen. Nur so können wir es schaffen, Fachkräfte zu sichern und zu gewinnen, die in dieser Branche bedeutender geworden sind als je zuvor.“

 

Ihre Ansprechpartner*innen

Das Projekt "Pflege Connection u2 – Applications & More" ist ein Projekt der Plattform „Attraktive Arbeitgebermarken im Nordwesten“.

Sie haben weitere Fragen zum Projekt? Dann wenden Sie sich gern an uns!

 Sofia  Catrin

 

Sofia Steinberg                   und           Catrin Ortmann-Lekzick

-Projektmanagerin-                              -Projektmanagerin-

Regionalbüro Bremen                      Regionalbüro Oldenburg  

Hinter dem Schütting 8                      Marie-Curie-Straße 1

28195 Bremen                                       26129 Oldenburg

Tel. +49 421 33 62 73 13                    Tel. +49 (176) 99 88 5 666 /  +49 421 33 62 73 20          

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Das Projekt "Pflege Connection u2 – Applications & More" wird gefördert von: N-Bank und dem Europäischem Sozialfonds im Land Niedersachsen sowie dem Land Niedersachsen

 

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