Presseinformation Montag, 14. März 2022

 

Jetzt online: Der flexigesa-Internehmenscheck zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz

Das Online-Tool steht ab sofort kostenfrei auf zur Verfügung

Mit dem flexigesa-Unternehmenscheck können Dienstleistungsbetriebe Handlungsbedarfe zum Thema psychische Gesundheit am Arbeitsplatz rechtzeitig erkennen. Innerhalb weniger Minuten werden Aussagen zum Schutz der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz entweder bejaht oder verneint. Danach erhalten die Betriebe eine Gesamtauswertung, in der Handlungsbedarfe aufgezeigt werden. Hierin finden sich darüber hinaus Hinweise, was die Unternehmen daraufhin tun und wo sie dabei Unterstützung erhalten können.

 

Arbeitsunfähigkeit wegen psychischen Erkrankungen nimmt zu!

 

„Wir sehen eine wachsende Zahl von psychischen Erkrankungen als Grund für Arbeitsunfähigkeit.“, sagt Tobias Ubert, Projektmanager bei Gesundheitswirtschaft Nordwest e.V. und Mitentwickler des Unternehmenschecks. Neben Muskel-Skelett-Erkrankungen seien psychische Störungen mittlerweile die häufigsten Verursacher von Krankheitstagen in Deutschland. Stress, Depression oder Angststörung sind weitverbreitete psychische Beeinträchtigungen. Neben körperlichen Beschwerden stehen damit auch die psychischen Beschwerden vermehrt im Vordergrund des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz. Um die Gesundheit von Beschäftigten zu schützen, sollten Handlungsbedarfe frühzeitig erkannt und Vorkehrungsmaßnahmen getroffen werden.

 

Ein zentraler Baustein des Checks ist die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen. Arbeitgeber sind laut Arbeitsschutzgesetz dazu verpflichtet diese durchzuführen. Hierbei werden Belastungen ermittelt, die im Rahmen der Arbeit entstehen können. Dies können z.B. hohe Arbeitsintensität sein oder mangelnde soziale Unterstützung am Arbeitsplatz. Falls Belastungen aufgedeckt werden, müssen Arbeitgeber Maßnahmen einleiten, um diese Belastungen zu reduzieren. Die psychischen Belastungen von Beschäftigten zu erkennen, spielt dabei eine entscheidende Rolle. “Mit dem Check wollen wir Unternehmen Unterstützung darin bieten, diese Belastungen rechtzeitig festzustellen. Wir hoffen damit dazu beizutragen, dass die Arbeit in Dienstleistungsbetrieben gesundheitsförderlicher gestaltet werden kann”, so Ubert über die Zielsetzung des Unternehmenschecks.

 

Der Unternehmenscheck wurde im Rahmen des Verbundprojekts flexigesa - „Flexible Dienstleistungsarbeit gesundheitsförderlich gestalten“ erstellt, das dazu beitragen will, gesündere Arbeitsbedingungen für Beschäftigte zu schaffen. Insbesondere soll die psychische Gesundheit in Dienstleistungsunternehmen – am Beispiel von Unternehmen der IT-Entwicklung und der ambulanten Dienste – gefördert werden. Dazu wurde bereits ein umfangreicher Leitfaden erstellt, der ebenfalls unter www.flexigesa.de zu finden ist.

 

Das Verbundprojekt wurde von Gesundheitswirtschaft Nordwest e.V. in Zusammenarbeit mit dem Institut Arbeit und Wirtschaft der Universität Bremen, der Jade Hochschule (Oldenburg), Hanseatische Software-Entwicklungs- und Consulting GmbH und dem mobiler Sozial und Pflegedienst vacances GmbH durchgeführt. Es wurde vom 01.02.2018 bis 31.01.2021 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

 

Zum Hintergrund:

Der Verein Gesundheitswirtschaft Nordwest e.V. mit Hauptsitz in Bremen führt Unternehmen, Verbände, Wissenschaft, Wirtschaftseinrichtungen und bestehende Initiativen aus allen Teilbereichen der nordwestdeutschen Gesundheitswirtschaft zusammen. Mit seinen derzeit rund 50 Mitgliedern bietet er die Plattform für Information, Kommunikation, Kooperation und Projetpartnerschaften innerhalb der Metropolregion Nordwest. Mehr über den Verein finden Sie auf unserer Internetseite unter www.gesundheitswirtschaft-nordwest.de.

Gesundheitswirtschaft Nordwest e.V.

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