Nachbericht zur Veranstaltung „Gründe gegen die Covid-19 Impfung - Zwischen Angst, Skepsis und Verweigerung“Logo NDGR

Im Februar 2022 sind 75 Prozent der Bevölkerung in Deutschland gegen das Covid-19 Virus geimpft. Hierbei gilt: Je mehr Menschen sich impfen lassen, desto eher wird die Verbreitung des Virus begrenzt. Modellrechnungen gehen davon aus, dass eine Zielimpfquote von mindestens 85 Prozent erreicht werden muss. Doch warum lassen sich einige Menschen nicht impfen? Dieser Frage ist das Institut Arbeit und Technik (IAT/Westfälische Hochschule) im Rahmen einer Untersuchung zur Einstellung der Bevölkerung zu den Corona-Maßnahmen nachgegangen. Die Ergebnisse wurden nun im Austausch von Wissenschaft und Praxis während einer Online-Veranstaltung erörtert.

 

BIPS Logo deutschBundesweit positive Schlagzeilen bei Impfquote und Impfgeschwindigkeit machte das Bundesland Bremen. Gesundheitswirtschaft Nordwest e.V. unterstützte die Veranstaltung mit seinem Mitglied Prof. Dr. Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie - BIPS. Prof. Zeeb erläuterte die zentralen Aspekte des erfolgreichen Umgangs mit der Covid-19 Impfung in Bremen und stellte kommunikative Kompetenzen und niedrigschwellige Zugänge in den Vordergrund. So wurde beispielsweise Hotelpersonal in den Impfzentren eingesetzt, was eine angenehme und kommunikative Grundstimmung hervorbrachte. Außerdem wurde in Bremen in einzelnen Bezirken bevölkerungsspezifisch agiert und der direkte Kontakt gesucht.

 

In der Veranstaltung wurden umfassende wissenschaftliche Erkenntnisse präsentiert und tiefe Einblicke in die Erfahrungen aus der Praxis geboten. Als zentral entscheidend für die Impfbereitschaft stellte sich die geeignete Form der Kommunikation sowie eine Basis des Vertrauens dar. Roland Weigel von der Ruhrgebietskonferenz Pflege wies an dieser Stelle darauf hin, dass die Befähigung von Pflegefachpersonal zur Durchführung der Impfung ein erhebliches Potenzial zur Anhebung der Impfbereitschaft aufweist, da dieses sehr häufig eine solide Vertrauensbasis zu den gepflegten Personen besitzt und diese aufgrund ihrer Vulnerabilität wiederum eine besonders wichtige Zielgruppe darstellen.

 

Insgesamt zeigte sich, dass ein freundliches, kommunikationsoffenes und dezentrales Vorgehen erforderlich ist, um die gesellschaftliche Kluft zu verkleinern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Wachsendes Zugehörigkeitsgefühl und Vertrauen steigern die Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung füreinander zu übernehmen und die dazu erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen.

 

Die Veranstaltung wurde durch MedEcon Ruhr, Gesundheitswirtschaft Nordwest e.V. und das Netzwerk Deutsche Gesundheitsregionen (NDGR) unterstützt.

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